Lohnt sich ein Balkonkraftwerk in Deutschland?
Ob sich ein Balkonkraftwerk lohnt, hängt von deinem Stromverbrauch, den Anschaffungskosten und den gesetzlichen Rahmenbedingungen ab. Ein durchschnittlicher Zwei‑Personen‑Haushalt mit 2.000 kWh Jahresverbrauch kann durch ein Set mit 600 W Leistung rund 300 kWh Netzstrom einsparen. Die Amortisationszeit liegt je nach Anschaffungspreis zwischen drei und fünf Jahren.
Vorteile
- Geringe Investitionskosten im Vergleich zu Dach‑PV
- Schnelle Installation ohne Fachbetrieb
- Reduktion der Stromkosten und CO₂‑Emissionen
- Seit Mai 2024 bis zu 800 W Einspeisung erlaubt
Nachteile
- Begrenzte Leistung: maximale Moduleleistung 2.000 W
- Platzbedarf auf Balkon oder Terrasse
- Wetterabhängige Stromerzeugung
Rechenbeispiel
Ein 600 W‑Balkonkraftwerk erzeugt pro Jahr etwa 600–800 kWh Strom. Bei einem Strompreis von 35 ct/kWh sparst du damit bis zu 280 €. Kostet das Set inklusive Montage 600 €, ist es nach etwa 2–3 Jahren abbezahlt. Mit Speicher liegen die Gesamtkosten höher (800–1.600 €), die Amortisation verschiebt sich entsprechend.
Fazit
Balkonkraftwerke lohnen sich für die meisten Haushalte, insbesondere bei steigenden Strompreisen. Die neue 800 W‑Regelung senkt Hürden und erhöht die Einsparpotenziale. Achte auf eine optimale Ausrichtung und prüfe, ob Förderprogramme deiner Stadt infrage kommen.